K A N A R I S C H E  I N S E L N
Las islas Canarias

Letzte Bearbeitung 31.01.2017

Autonome Region (Comunidad Autónoma) Spaniens auf der Grundlage eines Gesetzes von 1982. Zwei Provinzen: Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife.
Staatsoberhaupt: König Juan Carlos I de Borbón y Borbón
Regierungschef: 
Fernando CLAVIJO Battle (seit 2015); frühere: Jeronimo Saavedra (1983-1987, 1991-1993),  Fernando Fernandez (1987-1989), Lorenzo Olarte (1989-1991),  Manuel Hermoso (1993-1995, 1995-1999), Roman Rodriguez (1999-2003), Adán Martín Menis (2003-2007), Paulino Rivero Baute (seit 2007-2015)

Autonome Region seit 1982; Parlament mit 60 Abgeordneten; jede Insel hat einen eigenen Verwaltungsrat (cabildo). Bei den Wahlen vom Mai 2015 entfielen auf: CC-PNC (Coalición Canaria-Partido Nacionalista Canario) 15 Abgeordnete, PSOE-PSC (Partido Socialista Obrero Español) 15, PP (Partido Popular) 12, Podemos 7, NCa (Nueva Canarias) 5, und auf drei Kleinparteien zwischen 1 und 3.

7.273 km2 gross; Tenerife 2.057 km2, Fuerteventura 1.731 km2, Gran Canaria 1.532 km2, Lanzarote 785 km2, La Palma 728 km2, Gomera 378 km2, Hierro 277 km2, 2,12 Mio.  Einwohner (Census 2009), davon rd. 1,75 Mio. auf Tenerife und Gran Canaria. Bis vor einer Generation waren die Kanarischen Inseln ein Emigrationsgebiet; heute leben mehr Menschen von den Kanaren in der Diaspora (besonders in Venezuela und Kuba) als auf den Inseln.
Hauptstädte: Santa Cruz de Tenerife (für Tenerife, La Palma, Gomera und Hierro) und Las Palmas de la Gran Canaria (Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote). Die Regierung hat abwechselnd (jeweils eine Legislaturperiode) ihren Sitz in einer der beiden Städte; das Parlament befindet sich in Santa Cruz.

Währung: Euro / €

Offizielle Sprache: Kastilianisch. Die Vorbevölkerung der Guanchen wurde durch die spanische Kolonisierung weitgehend ausgerottet und der Rest in die spanische Siedlerbevölkerung integriert. Ihre Sprache (zu den Berbersprachen gehörig) ist nur in Spuren erhalten geblieben.

 

Wirtschaft: Der dominierende Wirtschaftszweig (70% des BIP) ist heute der Tourismus; dazu haben die Produktion und der Export von Bananen und Paradeiser Bedeutung, ebenso der Fischfang, der die reichen Fanggründe vor der Küste der Westsahara nutzt. Fast 80% der Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor; die Landwirtschaft beschäftigt nur noch 5% der arbeitenden Bevölkerung.
11,4 Mio. Touristen besuchten 2014 die Kanarischen Inseln.
Die autonome Region ist zwar Teil der EU, profitiert aber seit dem 19. Jahrhundert von den Vorteilen einer Freihandelszone; 2000 wurde eine spezielle kanarische Wirtschaftszone geschaffen, die industriellen Investoren besonders günstige Steuerbedingungen und Subventionen (Transport) bietet. BIP: 41 Mio. €. Trotz des florierenden Tourismus ist die Arbeitslosenrate (27,96% in 2016) höher als im Rest Spaniens; die Bereitschaft zu Mobilität ist gering, daher gibt es besonders viele Arbeitslose auf den stark bevölkerten Inseln, während auf den anderen (wie Lanzarote) Arbeitskräfte fehlen. Dabei verzeichnen die Inseln mit 4% bis 5% (für die Jahre 1997 bis 2001) ein weit höheres Wirtschaftswachstum als der spanische Durchschnitt: die erwirtschafteten Gewinne bleiben sichtlich nicht in der Region.